Widder sichern sich Klassenerhalt gegen Vizemeister
Man kann dieses Jahr vieles über die Widder sagen, fehlender Kampfeswille zählt definitiv nicht dazu.
Am vergangenen Samstag ging es für die Widder zum letzten Heimspiel und letzten Spieltag der laufenden Season gegen den diesjährigen Vizemeister, die Albershausen Crusaders. Es stand nicht weniger als der sportliche Verbleib in der GFL2 und damit die weitere Zukunft der Rams auf dem Spiel. Mit dieser Motivation, lautstarker Unterstützung und bestem Wetter versprach es ein absolutes Spektakel mit Hochspannung zu werden. Und genau das wurde es auch.
Der Cointoss erfolgte durch Herrn Andreas Kriegelstein und ging zu Gunsten der Crusaders aus. Diese entschieden sich erwartungsgemäß für die sog. Second-Half-Option, bei der sie den Ball nach der Halbzeit empfangen möchten.
Defense der Rams zur Halbzeit immer stärker
Damit waren die Bedingungen gesetzt und die Offense der Rams ging aufs Feld, die den Ball mit starken Läufen durch ihren RB Niko Liatos (#9) gut über das Feld bewegte. Während der Runningback versuchte, weitere Yards zu gewinnen, gelang es den Crusaders ihm den Ball aus seinen Händen zu schlagen und den forcierten Fumble zu erobern. Dadurch startete die Offense der Crusaders in aussichtsreicher Feldposition und brachte den Ball zum ersten Mal in die Endzone der Rams unter. Der PAT war erfolgreich. Spielstand 00:07.
Der zweite Anlauf der Rams Offense wurde von der Defense der Crusaders jäh gestoppt. Durch starke Läufe der Crusaders gelangen große Raumgewinne und folglich der zweite Touchdown. Der Extrapunkt war gut. Spielstand 00:14. Nach etwas Feinjustierung schaffte es die Offense der Rams nun ihrerseits durch gute Lauf- und Passspielzüge übers Feld zu kommen und durch einen Touchdown des Rams-Quarterbacks Tobias Kanther (#7) den Vorsprung zu verkürzen. Der anschließende PAT wurde geblockt: Spielstand 06:14.
Durch den sehr lauflastigen Spielverlauf näherte sich das Spiel schnell der 2-Minute-Warning. Die Crusaders hatten kurz vor der Pause den Ball in der Mitte des Feldes und versuchten weitere Punkte auf Scoreboard zu bringen. Dies wurde jedoch durch die immer besser werdende Defense der Rams unterbunden. So konnte die Defense-Line der Rams – Alexander Wagner (#90) und RJ Sagna (#2) – einen wichtigen Stopp erzwingen und den Quarterback der Crusaders weit hinter der Line of Scrimmage sacken.
Nun hieß es für die Rams alles oder nichts
Zunächst dominierten beide Defense-Reihen. Die Rams Offense konnte an den Erfolg der ersten Hälfte anknüpfen. Durch zwei starke Pässe – auf an diesem Tag wichtigsten Offensivspieler der Rams Gregor Braig (#3) – den Ball in die Endzone der Crusaders bringen. Die anschließende 2-Point-Conversion schlug fehl. Spielstand 12:14. Die Crusaders fanden eine Schwachstelle in der bis dahin sehr starken Defense der Rams. Durch gute Pässe und einen Lauf des QB bauten die Crusaders ihren Vorsprung erneut aus. Spielstand 12:21.
Unbeeindruckt vom Touchdown des QB, schaffte es die Widder-Offense den Ball in der Endzone der Crusaders unterzubringen. Spielstand 19:21. Die Crusaders ihrerseits erhöhten auf im nächsten Drive auf 19:27. Der Extrapunkt wurde geblockt.
Nun hieß es für die Rams alles zu rieskieren. Mit dem Wissen, alles oder nichts, rief der Offensive Coordinator, Alex Gray alles ab. Mit allem was groß und schwer ist bewegten die Rams den Ball über das Feld und verkürzten den Abstand. Nur noch 25:27. Es musste eine 2-Point-Conversion her! Dies sollte den zahlreichen und lautstarken Fans noch einmal nervlich alles abverlangen.
Die „Big Guys“ der Rams stellten sich auf, Gregor Braig erhielt den direkten Snap und warf sich hinter der Linie der Rams in die Endzone, die Extrapunkte waren geglückt, bis die Flagge entdeckt wurde. Aufgrund einer illegalen Formation wurden die Punkte zurück genommen und es ging 5 Yards zurück. Der zweite Versuch mittels Passspiel ging schief, allerdings wurde die #3 der Rams beim Pass durch einen Verteidiger der Crusaders behindert, was eine weitere Flagge nach sich zog. Nun ging es wieder 5 Yards nach vorne. Zurück zum alten Spruch „never change a running system“ schoben die Gr0ßen Jungs ein weiteres Mal an. Gregor Braig fand den Weg in die Endzone. Ausgleich 27:27.
Entscheidung lag auf dem Fuß des Kickers
Spannender konnte es kaum werden. Die Crusaders versuchten alles, um weitere Punkte zu verbuchen, mussten jedoch tief in der eigenen Hälfte starten, da der Kick durch Lukas Birkel (#8) bis in die Crusaders Endzone flog, was einen Touchback an der 25-Yard-Linie zur Folge hatte. Dieser wurde erneut von einer bärenstarken Rams-Defense gestoppt. Die Crusaders mussten sich mittels Punt vom Ball trennen, der tief in die Hälfte der Crusaders getragen wurde.
Mit einer aussichtsreichen Feldposition, dem Ballbesitz und der Zeit galt es nun, perfektes Coaching mit erfolgreichen Spielzügen zu kombinieren. Um den Crusaders möglichst wenig Zeit für weitere Drives zu geben, entschieden sich die Coaches der Rams, den Ball zu laufen und so möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Mit dem letzten Versuch hing unser Verbleib in der GFL2 nun auf dem Fuß des Kickers der Rams, Lukas Birkel.
Der Snap war gut und Birkel verwandelte sicher, was die Widder mit 40 Sekunden auf der Uhr mit 30:27 in Führung brachte. Der anschließende Kickoff sorgte noch einmal für Diskussionen. Nachdem der Returner der Crusaders den Ball in der eigenen Endzone nicht unter Kontrolle bringen konnte und hinter der Endzone das Spielfeld verließ, hofften die Rams auf einen Safety. Doch die Offiziellen entschieden sich dafür, den Ball als Touchback zu werten, was die Startposition der Crusaders an deren 25-Yard-Line vorgab. Diese warfen noch einmal alles in die Waagschale und versuchten sich der Endzone der Rams mit Pässen schnell zu nähern. In der Hälfte der Rams sollte der erlösende Pass kommen, der jedoch durch unseren Safety Louis Agbortabi intercepted wurde.
Der erlösende Schlusspfiff ertönte. Jubelnde Widder und lautstarke Fans feierten gemeinsam den geglückten sportlichen Klassenerhalt und den Verbleib in der GLF2.
Im American Football ist alles möglich
Entgegen aller Erwartung gelang den Widdern ein Meisterstück und bewiesen eindrucksvoll, dass man sie nie unterschätzen sollte und dass sie zurecht in die GFL2 gehören. Nun gilt es die Erkenntnisse aus der abgeschlossenen Season aufzuarbeiten und die Vorbereitungen für die kommende Saison zu treffen. Eines steht für uns bereits jetzt schon fest: Wir wollen angreifen und an die Spitze!










