Surge demontiert die Hamburg Sea Devils

Surge demontiert die Hamburg Sea Devils

©Svenja Sabatini

Bereits vor dem Schlusspfiff bauten die Sea Devils ihre traditionsreiche Glocke, die bei jedem Touchdown von den Hamburger Spielern geläutet wird, ab – die Aussicht auf einen Einsatz der Glocke war allerdings vorher schon sehr schlecht. Vor knapp 3.000 Fans zeigten die Stuttgarter ihre Dominanz und gewannen mit 48:00 gegen die Hamburg Sea Devils, die zu keiner Phase des Spiels eine bedeutende Chance hatten.

Oyewo – First Down um First Down

Nach dem Cointoss der beiden Leichtathletinnen Bera Wierhake und Laura Raquel Müller konnte die Surge innerhalb von weniger als fünf Minuten gleich zwei Ausrufezeichen setzen und den Takt des Spiels vorgeben. Der erste Drive der Hamburg Sea Devils wurde von Surge-Defensive Back Ben Wenzler unterbrochen, der einen Passversuch des gegnerischen Quarterbacks Jaylen Tregle abfing und mit der Interception den Ballbesitz für die Schwaben eroberte. Die Surge-Offensive rund um Quarterback Lars Heidrich, der aufgrund leichter Beschwerden während des Warmups Reilly Hennessey vertrat, punktete direkt. Der vierte Versuch wurde erfolgreich verwandelt, Heidrich passte zu Mike Harley Jr., Touchdown, Extrapunkt durch Timo Bronn erfolgreich, 7:0.

Nach einem Fumble auf Seiten der Stuttgarter, der vom Hamburger Jonell Pelie recoverd wurde, konnten die Sea Devils trotz des erkämpften Ballbesitzes nicht punk-ten. Durch präzise Tacklingarbeit von u.a. Simon Butsch und Robert Lachmann konnten die Sea Devils auf Field Goal-Reichweite gehalten werden – der Versuch von Jakob Stork missglückte allerdings. Zwischen dem ersten und zweiten Quarter drehte der Stuttgarter Runningback Tomiwa Oyewo auf, machte First Down um First Down und rushte mit dem Ball in der Hand in die Endzone und erhöhte somit in Zusammen-arbeit mit Timo Bronn auf 14:00.

Keine Lücken in der Surge Defense

Ein Missverständnis zwischen Lars Heidrich und seinen Wide Receivern führte zu einer Interception von Roedion Henrique, aber auch hier stand die Defensive der Stuttgarter mehr als stabil. Teamkapitän Luis Bach brachte Tregle zu Fall und sorgte für einen Sack, Berend Grube setzte die gegnerische Offensive Line massiv unter Druck und Nikolas Knoblauch sorgte mit seinem Tackle für einen Turnover on Downs. Die Sea Devils intensivierten insbesondere durch ihre Runningbacks Chrisman Kyei und Joshua Jacob das Laufspiel, fanden aber keine nennenswerten Lücken in der Stuttgarter Defensive. In der letzten Minute der ersten Halbzeit erhöhten die Schwaben auf 21:00: Nachdem Lars Heidrich per Quarterback-Sneak ein neues First Down erreicht hatte, verwandelte Louis Geyer seinen Pass in einen Touchdown.

Sea Devils Offense brach komplett ein

Nicht nur die Stuttgarter Offensive punktete, auch die Defensive trug bei. Defensive-Lineman Raphael Zistler eroberte den Ball und lief mit ihm zehn Yards in die gegnerische Endzone und erhöhte auf 27:00. Nach einem „3 & out“ der Sea Devils folgte direkt im ersten Spielzug des Offensivdrives der Surge der nächste Touchdown von Louis Geyer nach Zuspiel von Lars Heidrich. Durch Timo Bronns Extrapunkt führten die Stuttgarter in der Mitte des dritten Quarters bereits mit 34:00.

Dennoch performte die Defensive auf allerhöchstem Niveau und ließ nicht nach. Dominik Siegel und Konstantin Katz verhinderten mit ihren Tackles Raumgewinn für die Sea Devils, Nick Wenzelburger verhinderte mit Pass Break-Ups Passversuche von Jaylen Tregle, Lukas Levin sorgte für einen weiteren Quarterbacksack und Lasse Engels fing eine Interception, die Surge-Fullback León Helm nach erfolgreichem Raumgewinn durch Florian Lengauer, Leonell Fritzen, Philip Eichhorn und Aurieus Minton in einen Touchdown verwandeln konnte. Das bittere Resultat für Jaylen Tregle in seinem Debüt durch die hervorragende Defense-Arbeit der Surge. Drei Interceptions, drei Sacks, nur 8 von 26 Passversuchen kamen an. Lars Heidrich hingegen kam auf beachtliche 3 Touchdowns und 291 Yards bei 20 von 30 komplettierten Pässen.

Im vierten Quarter brach die Offensive der Sea Devils komplett ein, Quarterback Tregle überwarf seine Passversuche oder die Receiver konnten die Bälle nicht fangen. Die Defensive der Hamburger drehte hingegen nochmal auf und verhinderte einen weiteren Offensivtouchdown der Stuttgarter. Timo Bronns Field Goal-Versuch aus mehr als 50 Metern scheiterte leider knapp – der Ball „doingte“ gegen die Unterlatte. Die Surge-Defensive punktete aber nochmal kurz vor Schluss durch Lasse Engels zweite Interceptions des Spiels. Er beendete mit seinem Pick Six mit einem Endstand von 48:00 die Partie. Bereits im Hinspiel im Bremer Weserstadion glänzte Engel mit zwei Interceptions und zwei Touchdowns.

  • Date: 28. Juli 2025
  • Date: 28. Juli 2025

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2025-08-11T06:26:47+02:00
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